Administration
Thema für Systemadministratoren
Diese Informationen sind speziell für Systemadministratoren. Sie sind beim normalen Gebrauch von DATALINE Lohnabzug nicht erforderlich.
Sie haben die Möglichkeit, die Aktualisierung von DATALINE-Software über die Kommandozeile zu steuern, siehe dazu hier.
Dieses Programm erlaubt auch die Verwaltung mehrerer paralleler Installationen von DATALINE Lohnabzug, z.B. für Installationen auf einem Netzlaufwerk.
Standardmäßig wird unter Windows ein Dienst installiert, der es ermöglicht, DATALINE Lohnabzug ohne Administratorrechte zu aktualisieren.
Die Sicherheit der Aktualisierungen stellen wir dabei kryptographisch sicher, sodass nur geprüfte DATALINE-Software installiert werden kann.
Für die Installation und Deinstallation von Software werden davon abweichend stets Administratorrechte erfordert.
Ist die Aktualisierung von DATALINE Lohnabzug ohne Administratorrechte nicht erwünscht, kann der Dienst DatalineApplicationManagement deaktiviert werden,
wodurch die Programmverwaltung anschließend bei jeder Aktualisierung Administratorrechte anfordert.
In sehr großen Installationen von DATALINE Lohnabzug kann es von Vorteil sein, die Update-Daten in einem lokalen Cache im Unternehmensnetzwerk vorzuhalten.
Hierfür können Sie eine beliebige HTTP-Caching-Lösung für die Update-Quelle https://update.service-dataline.de verwenden.
Die Adresse des Caching-Servers können Sie anschließend über eine Gruppenrichtlinie im Domännennetzwerk verteilen,
oder lokal in der Registry als Zeichenfolgenwert unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Dataline\ApplicationManagement\FeedMirror festlegen.
Ist der Caching-Server nicht erreichbar, verwendet die Programmverwaltung automatisch die normale Update-Quelle.
Das Zertifikat des Caching-Servers muss von Windows akzeptiert werden, alternativ ist auch die Benutzung von ungesichertem HTTP möglich da die Update-Daten selbst von DATALINE signiert sind.
Gruppenrichtlinien
Für die Auslieferung von Einstellungen der Programmverwaltung im Firmennetzwerk stellen wir unter diesem Link eine administrative Gruppenrichtlinien-Vorlage bereit.
Die Gruppenrichtlinien befinden sich nach der Installation unter Dataline -> Programmverwaltung.
- Automatische Ausführung als Administrator deaktivieren: Hiermit ist die Aktualisierung von DATALINE Lohnabzug nur noch mit Administratorrechten möglich.
- Spiegelserver: Hiermit konfigurieren sie den oben beschriebenen HTTP-Cache für die DATALINE Update-Quelle.
Kommandozeile
Thema für Systemadministratoren
Dies ist ein erweitertes Werkzeug für Systemadministratoren und beim normalen Gebrauch von DATALINE Lohnabzug nicht erforderlich.
Mit diesem Tool können Sie DATALINE-Programme über die Kommandozeile verwalten. Das Programm wird installiert unter:
- Windows:
%PROGRAMFILES%\DATALINE\application-management-win\dataline-verctl.exe
- Linux:
/opt/dataline/application-management-linux/dataline-verctl
Das Tool erwartet als Parameter ein Kommando sowie optionale Parameter. Die verfügbaren Kommandos sind im Folgenden aufgelistet.
update
Parameter: dataline-verctl update [--version VERSION] [--check [--errors]] [--archive ARCHIVE] [TARGET ...]
Aktualisiert ein oder mehrere installierte Programme. Ist Auto-Elevation aktiviert (nur Windows), sind keine Administratorrechte erforderlich.
--version VERSION: Angabe einer spezifischen Zielversion. Wird keine Version angegeben, werden die Programme auf ihre neueste Version aktualisiert.
--check: Nur auf neue Updates prüfen und die gefundenen Updates auf der Konsole ausgeben.
--errors: Wenn --check angegeben ist, für jede Updatequelle die nicht erreicht werden konnte eine Fehlernachricht ausgeben.
--archive ARCHIVE: Setzt die Updatequelle auf eine lokale DAR-Archivdatei.
TARGET: Optional ein oder mehrere Ziele. Wird kein Ziel angegeben, werden alle Programme im System aktualisiert. Siehe die Beschreibung für “Updateziele” für weitere Informationen. Ist eine Zielversion angegeben, muss ein einzelnes Ziel angegeben werden.
Beispiel: Update von DATALINE Lohnabzug auf die neueste Version mit dataline-verctl update next.
list
Parameter: dataline-verctl list [TARGET ...]
Listet die installierten Programme auf. Es sind keine Administratorrechte erforderlich.
TARGET: Optional ein oder mehrere Ziele um die Ausgabe zu filtern. Ist kein Ziel angegeben, werden alle Anwendungen aufgelistet. Siehe die Beschreibung für “Updateziele” für weitere Informationen.
Beispiel: Alle installierten Programme auflisten mit dataline-verctl list.
install
Parameter: dataline-verctl install [--version VERSION] [--path PATH] [--archive ARCHIVE] [--feed FEED] [--local-name LOCALNAME] APPLICATION
Installiert ein Programm. Es sind Administratorrechte erforderlich.
--version VERSION: Angabe einer spezifischen Zielversion. Wird keine Version angegeben, wird die neueste Version des Programms installiert.
--path PATH: Überschreibt den standardmäßigen Installationspfad.
--archive ARCHIVE: Setzt die Installationsquelle auf eine lokale DAR-Archivdatei.
--feed FEED: Überschreibt die Online-Installationsquelle.
--local-name LOCALNAME: Versieht das zu installierende Programm mit einem zusätzlichen Namen, um Konflikte zu vermeiden, wenn das Programm mehrfach installiert ist. Alle Startmenü-Einträge sowie der Eintrag im Windows-Uninstaller bekommen diesen Namen als Suffix. Sind Dateinamenserweiterungen mit dem Programm assoziiert, werden diese Assoziationen bei Installationen mit lokalem Namen nicht vorgenommen.
APPLICATION: Der Name des zu installierenden Programms in Form eines Programmkürzels. Siehe die Beschreibung für “Updateziele” für weitere Informationen.
Beispiel: Installation der DATALINE Lohnabzug Benutzeroberfläche mit dataline-verctl install next-wpf.
uninstall
Parameter: dataline-verctl uninstall [-y] TARGET ...
Deinstalliert ein oder mehrere Programme. Es sind Administratorrechte erforderlich. Die Programmverwaltung kann sich über diesen Befehl nicht selbst entfernen; benutzen Sie hierfür unter Windows die Option “Programme hinzufügen oder entfernen”.
-y: Überspringt die Rückfrage, ob die Programme wirklich deinstalliert werden sollen.
TARGET: Ein oder mehrere Ziele. Siehe die Beschreibung für “Updateziele” für weitere Informationen.
Beispiel: Deinstallation der DATALINE Lohnabzug Benutzeroberfläche mit dataline-verctl uninstall next-wpf.
repair
Parameter: dataline-verctl repair [--archive ARCHIVE] TARGET ...
Repariert ein oder mehrere installierte Programme. Ist Auto-Elevation aktiviert (nur Windows), sind keine Administratorrechte erforderlich.
--archive ARCHIVE: Setzt die Quelle für Reparaturdaten auf eine lokale DAR-Archivdatei. Das Archiv muss die vollständige (nicht inkrementelle) Version enthalten, welche derzeit installiert ist.
TARGET: Ein oder mehrere Ziele. Siehe die Beschreibung für “Updateziele” für weitere Informationen.
Beispiel: Reparatur der DATALINE Lohnabzug Benutzeroberfläche mit dataline-verctl repair next-wpf.
set-channel
Parameter: dataline-verctl set-channel TARGET --to CHANNEL
Setzt den Veröffentlichungskanal, aus dem Updates bezogen werden. Ist Auto-Elevation aktiviert (nur Windows), sind keine Administratorrechte erforderlich.
TARGET: Ein Ziel. Siehe die Beschreibung für “Updateziele” für weitere Informationen.
CHANNEL: Der Name des Veröffentlichungskanals, auf den gewechselt werden soll.
Beispiel: Wechsel der DATALINE Lohnabzug Benutzeroberfläche in den RC-Kanal mit dataline-verctl set-channel next-wpf --to rc.
add
Parameter: dataline-verctl add PATH ...
Fügt ein oder mehrere Programme zum Updater hinzu. Dies ist nötig, wenn das Programm auf einer anderen Maschine installiert oder zuvor mit remove entfernt wurde. Es sind Administratorrechte erforderlich.
PFAD: Ein oder mehrere Pfade zu Installationsverzeichnissen.
Beispiel: Hinzufügen einer Netzwerkinstallation mit dataline-verctl add \\termsvr\Programme\DATALINE.
remove
Parameter: dataline-verctl remove PATH ...
Entfernt ein oder mehrere Programme vom Updater. Solche Programme werden nicht mehr mit list aufgelistet und können nicht mehr über Programmkürzel ausgewählt werden (es muss der vollständige Anwendungspfad verwendet werden). Es sind Administratorrechte erforderlich.
PFAD: Ein oder mehrere Pfade zu Installationsverzeichnissen.
Beispiel: Entfernen einer Netzwerkinstallation mit dataline-verctl remove \\termsvr\Programme\DATALINE.
cleanup
Parameter: dataline-verctl cleanup
Entfernt lokale temporäre Installationsdaten. Noch nicht vollständig heruntergeladene oder installierte Anwendungen müssen erneut heruntergeladen werden. Es sind keine Administratorrechte erforderlich.
enable-auto-elevate (nur Windows)
Parameter: dataline-verctl enable-auto-elevate
Aktiviert die Auto-Elevation (diese ist standardmäßig aktiv). Hiermit können die Befehle update und repair ohne Administratorrechte ausgeführt werden. Hierzu wird ein Windows Dienst installiert. Es sind Administratorrechte erforderlich.
disable-auto-elevate (nur Windows)
Parameter: dataline-verctl disable-auto-elevate
Deaktiviert die Auto-Elevation. Hiermit können die Befehle update und repair nur noch mit Administratorrechten ausgeführt werden. Der Windows Dienst zur Auto-Elevation wird deinstalliert. Es sind Administratorrechte erforderlich.
Hinweis: Um zu verhindern, dass Auto-Elevation automatisch wieder aktiviert wird, müssen Sie zusätzlich den Registrierungsschlüssel HKLM\SOFTWARE\Dataline\ApplicationManagement\DisableAutoElevation auf 1 setzen.
Allgemeine Parameter
Diese zusätzlichen Parameter werden von allen Befehlen akzeptiert:
--keep-cache: Temporäre Installationsdaten behalten. Dies ist hilfreich, wenn ein Programm mehrfach installiert/aktualisiert werden soll, da die nötigen Daten nicht erneut heruntergeladen werden müssen. Die Daten können anschließend mit dem cleanup-Befehl gelöscht werden.
--no-su: Deaktiviere das Anfordern von Administratorrechten. Dies ist nur empfohlen wenn die Konsole bereits Administratorrechte hat oder eine Anwendung bearbeitet werden soll, welche vom aktuellen Benutzer beschreibbar ist.
--no-auto-elevate: Deaktiviere die Auto-Elevation (nur Windows). Es werden automatisch Administratorrechte angefordert, sofern nötig.
-y: Alle Rückfragen automatisch bestätigen.
Updateziele
Ein Updateziel gibt die Anwendung(en) an, auf die eine Aktion angewendet werden soll. Es gibt mehrere Arten, ein Updateziel anzugeben:
- Programmkürzel: Jedes Programm wird definiert über ein eindeutiges Kürzel. Diese Variante wählt, sofern mehrere gleiche Anwendungen installiert sind, jede dieser Anwendungen aus. Folgende Kürzel stehen zur Verfügung:
- application-management-win: DATALINE Programmverwaltung (Windows)
- application-management-linux: DATALINE Programmverwaltung (Linux)
- next-server: DATALINE Lohnabzug Server
- next-wpf: DATALINE Lohnabzug Benutzeroberfläche (Windows)
- lohnabzug-legacy: DATALINE Lohnabzug Altanwendung (vor 2024, für Rückrechnungen)
- Programmkürzel-Präfix: Programmkürzel können an den Bindestrichen abgetrennt werden, um mehrere Programmkürzel auszuwählen.
- Beispiel: next wählt next-server und next-wpf aus.
- Anwendungspfad: Ein Dateisystempfad zum Installationsverzeichnis ist die empfohlene Methode, um eine eindeutige Anwendung auszuwählen. Mit dieser Methode lassen sich auch Anwendungen verwalten, welche auf dem aktuellen System nicht installiert sind (z.B. Netzwerkpfade). Werden solche Anwendungen ausgewählt, sind bei allen Befehlen Administratorrechte erforderlich.